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Du & ich

Mein großer Schatz,

seit mehr als drei Jahren bereicherst Du nun schon unser Leben. Drei Jahre, die einen ganz besonderen Zauber hatten. Drei Jahre, in denen Du gewachsen bist, in denen Du so viel gelernt hast. Drei Jahre, die für mich manchmal ganz schön anstrengend waren und trotzdem kaum hätten schöner sein können.

Unser Leben hat sich verändert, wurde bunter und lauter durch Dich. Voller Abenteuerlust entdecken wir gemeinsam die Welt. Du beobachtest Deine Welt mit offenen Augen, erforschst und erkundest alles ganz genau, saugst so viel Wissen und Erfahrungen auf, wie ein Schwamm, und vergisst nichts von all dem.

Ich bin immer und immer wieder so erstaunt, was Du Dir alles merkst und wie schnell Du lernst.

Seit knapp einem Jahr bist Du nun großer Bruder. Auch wenn das eine ganz schön harte Umstellung für Dich war, machst Du das wirklich toll. Ich weiß, dass das nicht immer leicht für Dich ist und dass Du viel zu oft viel zu kurz kommst. Und es bricht mir immer wieder das Herz. Aber je selbstständiger Deine Schwester wird, desto einfacher wird es auch wieder für uns alle und ich gebe mir Mühe, immer zu sehen, was Du tust, gebe mir Mühe DICH zu sehen, mit all Deinen Farben, mit allen Ecken und Kanten, allen Facetten, die Dich so besonders machen.

Verzeih mir, dass ich nicht immer die Geduldigste bin. Das hat nichts mit Dir zu tun, sondern nur mit mir selbst. Verzeih mir, dass ich Dich so oft vertrösten muss, weil ich mich um Deine Schwester kümmern muss oder weil ich manchmal ein paar Minuten für mich brauche. Manchmal zeigst Du mir sehr deutlich, dass Du mich mehr brauchst, als ich Dir manchmal geben kann. Ich verspreche Dir, immer mein Bestes zu geben – für Dich!

Denn Du verdienst es. Du bist toll, so wie Du bist! Lass Dir niemals etwas anderes einreden. Ja, Du bist manchmal laut und wild. Du hast Deinen eigenen Kopf und weißt Dich durchzusetzen. Und manchmal bist Du auch ganz schön stur. Aber das bist DU! Hast Du das von mir? Genau wie Deine blühende Fantasie? Wie Du vor Ideen sprühst, wie Du spielst, redest, lachst und singst. Du bist ein Kind – wissensdurstig, neugierig, erfinderisch, abenteuerlustig. Du bist aufmerksam und feinfühlig, nimmst jede Stimmung anderer sofort wahr.

Du liebst Tiere, am liebsten wilde, ganz besonders Dinosaurier. Darum dreht sich im Moment fast alles. Doch ebenso liebst Du Deine Lego-Steine, Autos, Bücher, schaust gerne Filme, lernst gerne Englisch. Du liebst Deine Kleine Schwester, auch wenn Du sie oft ärgerst. Du bist gerne unterwegs. Willst etwas erleben, die Welt entdecken. Auch das hast Du wohl von mir.

Und Du liebst mich, obwohl ich oft so streng zu Dir bin. Wenn Du plötzlich zu mir kommst, Deine Arme um meinen Hals schlingst und mir sagst „Ich hab‘ Dich lieb, Mama! Du bist mein Schatz!“, dann könnte ich platzen vor Glück.

Für all das liebe ich Dich, mein Schatz!

Drei Jahre lang waren wir an jedem Tag zusammen. Drei Jahre, in denen wir beide uns so nah waren und so viel voneinander gelernt haben. Und nun muss ich Dich hergeben. Nun gehst Du in den Kindergarten und jeden Tag werde ich Dich in fremde Hände geben. Das fällt mir ziemlich schwer, ehrlich gesagt. Seinen Kindern tiefe Wurzeln zu geben, ist wahrlich nicht schwer. Aber ihnen Flügel zu verleihen, das ist alles andere als einfach.

Dass Du Dich so darauf freust, macht es ein bisschen leichter und ich hoffe und bete, dass Du dort in guten Händen bist. Aber es ist ein komisches Gefühl. Du bist nicht mehr bei mir und ein Teil von mir fehlt von nun an. Du gehst nun Deine ersten eigenen Wege. Wann bist Du eigentlich so plötzlich so groß geworden?

Mein Schatz, bleib immer so offen, so lebenshungrig, so wild und so frei, wie Du es jetzt bist. Vergiss niemals, dass Du Dich immer auf uns verlassen kannst! Papa und ich, wir sind sehr stolz auf Dich!

In Liebe

Deine Mama

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Review: Mama-Momente im Juli

Die liebe Verena von MamaWahnsinnHochDrei wollte wissen, wie unser Juli so war. Gern stehe ich Rede und Antwort – auch wenn der August bereits ein paar Tage alt ist und ich somit etwas spät dran bin.

Mama-Moment kurz vorm Ausrasten

Was mich zum Ausrasten gebracht hat? Tatsächlich gab es da nicht viel. Ich will es nicht zu laut sagen, aber im Moment wird es ruhiger, harmonischer. Ist die Trotzphase des Großen bald ausgestanden? Vielleicht. Ich hoffe es. Was mich aber schon wütend macht: Der Wildfang geht mit seiner kleinen Schwester so um, wie er eben ist – wild. Vielleicht denkt er sich, jetzt wo sie stehen kann und ja schon fast ein Kleinkind ist, kann er auch alles mit ihr machen. So passiert es leider nicht selten, dass er sie einfach umschubst. Mal aus Versehen, oft genug aber ganz bewusst. Und egal was ich sage und tue, um ihm verständlich zu machen, dass das nicht geht – er macht es immer wieder. Ja, da könnte ich tatsächlich ausrasten.

Kinderkrankheiten und sonstige Leiden

Krank wurde die Kleine anfang des Monats, gleich nach unserem Urlaub. Sie kämpfte sehr lange mit dem Schnupfen, was uns viele schlaflose Nächte bereitete. Den Großen quälte in der Zeit ein Husten. Schließlich plagten mein Mann und ich uns dann auch noch mit Schnupfen herum. Ja, der Juli war ein wenig anstrengend für uns alle.

Mama-Momente de luxe

Eindeutig sind die Kuschel-Attacken meiner Tochter echte Deluxe-Momente. Was ich bei meinem Sohn in dem Alter vermisst habe, bekomme ich von ihr doppelt zurück. Ich genieße das so sehr!

Unterwegs

Die ersten paar Tage im Juli verbrachten wir noch im Urlaub.

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Viel unterwegs waren wir ansonsten jedoch nicht. Wir waren im wunderschönen Wildpark in Gangelt, auf einer Kinderparty und machten ein paar Spaziergänge, Eis essen inklusive. Die warmen Tage verbrachten wir aber überwiegend im Garten.

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Ich war außerdem noch beim PUR-Konzert, was ich sehr genossen habe, vor allem weil wir so tolle Plätze hatten.

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Und mit meinen ehemaligen Kolleginnen war ich essen. Auch hatten mein Mann und ich mal wieder einen Abend für uns – und das tat sehr gut. Solche Momente haben wir viel zu selten.

Meine drei Shopping-Highlights

Auf so viel komme ich gar nicht. Das einzige Highlight war das neue Bett für meinen Sohn. Aufgebaut haben wir es allerdings erst im August, ich werde es Euch Bald zeigen.
Mein größter Fehlkauf

Ein neues Wandbild für das Kinderzimmer meines Sohnes. Er liebt Cars, da dachte ich ein Bild davon wäre toll, passend zum neuen Bett. Aber leider kam es mit einem Riss an. Zum Glück wird es nun jedoch umgetauscht. Wir warten jetzt halt nur noch drauf.

Work

Ich bin ja noch in Elternzeit. Und trotzdem hat man als Mutter immer Arbeit. Zum Beispiel all die ausrangierten Kindersachen verkaufen. Ich habe daher unzählige eBay-Auktionen eingestellt und gut verkauft bis jetzt. Trotzdem liegt hier noch bergeweise Zeug rum. Es gibt also noch viel zu tun. Es fehlt nur immer die Zeit dazu.
Der Blog

Der Blog ist gerade ein bisschen mein Stiefkind. Irgendwie rollt es momentan nicht so gut, weil mir einfach die Ruhe zum Schreiben fehlt. Gern gelesen habt Ihr den Bericht über unseren Urlaub und über das Mädchen aus der ersten Reihe.

Außerdem habe ich meine erste Blogparade am Start, in der es um liebenswerte Kindermacken & Co. geht. Ich hoffe, dass noch einige dabei mitmachen werden.
Schnappschüsse

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Das war er also, unser Juli. Nächsten Monat bin ich bestimmt etwas schneller am Start.

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Auf den Spuren der Sioux

Donnerstag Morgen. Der Tag fängt spät an, beide Kinder schlafen relativ lange. Eigentlich könnte ich total entspannt sein. Eigentlich. Doch eine leichte innere Unruhe, gemischt mit Vorfreude, hat sich in mir breit gemacht.

Heute starten wir das Experiment Musical. Mein Sohn und ich. Nur wir beide. Wir würden heute zum YAKARI-Musical fahren.

Ich freute mich darauf, doch gleichzeitig hatte ich große Zweifel, ob Mr. Wibbel es schaffen würde, so lange Zeit ruhig sitzen zu bleiben. Er selbst freute sich jedoch auch und erzählte immer wieder stolz: „Heute fahren wir zum Yakari-Musical!“

Als Oma dann um kurz vor 12 kam, um auf die kleine Schwester aufpassen, ging es also los. Wir setzten uns ins Auto, um die etwa einstündige Fahrt nach Essen anzutreten. Mein Sohn durfte während der Fahrt einen Film anschauen. Wir fuhren kaum eine halbe Stunde, da musste ich dringend aufs Klo. Und das obwohl ich zuhause noch zwei Mal gegangen bin und extra nicht mehr als meine Tasse Tee beim Frühstück getrunken hatte. So fuhr ich am nächstbesten Rastplatz raus. Doch dort lungerten so komische Typen herum, die mir nicht ganz geheuer waren und ich fuhr dann lieber weiter.

Die nächsten fünf Rastplätze: Hatten alle keine Toilette. Hilfe! Auf dem Navi sah ich dann einen Rasthof kommen. Endlich! Und dann musste ich kurz vorher rausfahren. So kurvte ich etwa 15 Minuten durch Essen, meine Blase zum Bersten voll, auf der Rückbank ein Kind, dass im 30-Sekunden-Takt fragte, ob wir denn gleich da sind.

Schließlich dauerte es dann auch nicht mehr lange, bis wir am Ziel ankamen. Nur den Parkplatz hatte ich irgendwie verpasst, übersehen, keine Ahnung. Ich fand mich plötzlich vor einem IKEA-Parkplatz wieder. Mit Schranke. Keine Chance mehr zum Drehen. Also fuhr ich wohl oder übel drauf. Und dann drehte ich Runde, um Runde, um Runde. IKEA halt. Brechend voll. Ich fuhr daher ins angrenzende Parkhaus. Dort fand ich nach nur drei Runden schließlich einen Platz.

Das Parkhaus war meinem Sohn irgendwie nicht ganz geheuer. Mir auch nicht. Also nix wie weg. Zum Glück war es von dort bis zum Colusseum nicht allzu weit. Doch auch kurze Wege werden mit dem Wildfang an meiner Hand, an einer stark befahrenen Straße, zum Abenteuer. Er war kaum zu bremsen, weil er unbedingt endlich Yakari treffen wollte.

Im Theater angekommen mussten wir jedoch erst einmal unsere Karten abholen. Und mein Sohn bekam auch noch ein Poster und ein kleines Pixi-Buch geschenkt.

So, und jetzt erst mal zum Klo. Die Toiletten sind natürlich ganz oben im Theater. Macht das Sinn? Egal. Trepp auf, Trepp auf, Trepp auf. Dann endlich erlöst. Trepp ab, Trepp ab, Trepp ab und huuuuiiiiii…weg war mein Sohn. Wie immer kaum zu halten, musste er erst einmal alles erkunden. Aber gut, soll er mal rennen. Sitzen muss er schließlich noch lang genug.

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Viele Kinder waren sogar als Indianer verkleidet. Ein Mädchen sogar sehr professionell. „Schau mal Mama, da ist ‚Kleines Blatt‘!“ Sie hatte es ihm angetan. Wie sie uns erzählte, durfte sie später mit auf die Bühne. Sie hatte das gewonnen. Auf jeden Fall war mein Sohn begeistert, von dem „echten“ Indianer-Mädchen und rannte ihr ständig hinterher. Und auf einmal – war er weg. Er sauste so schnell um die Ecke, das er plötzlich aus meinem Sichtfeld verschwand. Ich rannte zwar schnell hinterher, aber er war nirgends zu sehen. Mir wurde heiß und kalt. Weit konnte er doch nicht sein. Ich rief ihn. Nichts. Ich rannte hin und her und rief immer wieder nach ihm. Er war nicht zu sehen. Und jetzt?

Ich ging wieder zurück zu der Treppe, auf der ich vorher saß. Und er rannte munter dort hinauf und hatte mich nicht mal vermisst. Durchatmen. Tief durchatmen.

Ich ging zu ihm und redete mit ihm, dass er nicht einfach wegrennen darf. Obwohl wir das vorher schon besprochen hatten. „Es ist doch alles gut, Mama! Jetzt bin ich ja wieder da!“ Ja, ein Glück.

Dann ertönte endlich der Gong. „Was war das, Mama?“ Gleich würde es losgehen. So gingen wir schließlich in den Saal und suchten unsere Plätze. Von da an war ich etwas entspannter. Es gab nicht mehr so viele Fluchtmöglichkeiten. Wir hatten wirklich gute Plätze und da die Reihe vor uns teilweise frei war, hatten wir sehr gute Sicht.

Neben meinen Sohn setze sich ein Mann, der ebenfalls mit seinem Sohn dort war.  „Wer ist das, Mama?“ Er stellte sich vor. Er heißt Thomas. Mein Sohn quatschte ihn eine Weile zu, dann kam wieder der Gong. Die Türen wurden geschlossen, das Licht ging aus, Musik ertönte.

Ich war aufgeregt. Wie würde der Wildfang das alles auffassen? Er saß da, wie gebannt. Es schien ihm zu gefallen. Ich entspannte mich und genoß die Show.

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Als dann endlich „Kleiner Donner“ zum ersten Mal auf die Bühne kam, strahle mein Sohn so sehr! Er sah so glücklich aus, dass ich das Wasser in den Augen stehen hatte.

Ihr erinnert Euch noch an Thomas? Bei jeder neuen Figur, die auf die Bühne kam, hat er sich schlapp gelacht. So, dass ich mich natürlich auch nicht zusammenreißen konnte. Besonders bei dem Lied „Glück ist bunt“, als zwei Herren als Blumen verkleidet über die Bühne schwoften, gab es kein Halten mehr. Was haben wir gelacht!

Dann durften wir zwischendurch noch alle einen Regentanz machen, was die Kinder total super fanden.

Ein wenig nervig fand ich persönlich den Pelikan „Tiefer Schnabel“. Etwas zu überdreht für meinen Geschmack. Doch das Mädchen zwei Plätze neben mir, hat so sehr gekichert Wegen dieses Vogels, dass es schon wieder süß war.

Gegen Ende des ersten Teils sagte mein Sohn dann: „Ich möchte den Film jetzt nicht mehr gucken!“ Aber dann kam auch schon bald die Pause und er rannte wieder los. Ich dachte schon, dass es sicher schwierig wird, ihn gleich wieder zum reingehen zu bewegen, doch als der Gong wieder ertönte, rannte er freiwillig wieder in den Saal.

Trotzdem war die zweite Hälfte etwas schwierig. Er konnte und wollte nicht mehr sitzen. Ich gab ihm einen Keks nach dem anderen. Doch irgendwann waren die Kekse schließlich leer. Und er sprang vom Stuhl, dessen Sitzfläche donnernd hochklappte, dann wieder rauf, wieder runter… Und schließlich wieder: „Ich möchte den Film nicht mehr gucken!“ Doch dann kam ein Feuer, und das fand er wieder spannend. Und dann war es auch schon fast aus.

Das große Finale mit dem Song „Freunde fürs Leben“ hat mich, wie immer zu nah am Wasser gebaut, zu Tränen gerührt. Am liebsten hätte ich laut mitgesungen.

Schließlich war es vorbei und mein Sohn sagte sofort: „Können wir das nochmal gucken, Mama?“

Es war wirklich schön. Und es hat viel besser geklappt, als ich erwartet hatte. Überhaupt: Ich war erstaunt, wie gut all die Kinder mitgemacht haben. Nur zwei Mal habe ich ein Kind weinen hören. Die meiste Zeit guckten sie alle ganz gespannt auf die Bühne.

Nun war es Zeit für die Heimfahrt. Mein Sohn war natürlich wieder kaum zu bremsen und wollte losrennen. Dennoch blieb er an meiner Hand. Ich war froh, als wir dann aber schließlich wieder im Auto saßen.

Doch aus der Stadt rauszukommen dauerte ewig. Mitten im Berufsverkehr. Als wir endlich auf der Autobahn waren und ich den Stau auf der Gegenfahrbahn stadteinwärts sah, war ich froh, dass wir in die andere Richtung mussten.

Es regnete. Und der Regen wurde immer stärker. Ich fuhr daher ganz gemütlich. Schließlich kamen wir aber auch noch in einen Stau. Mein Sohn saß ganz ruhig hinten und schaute seinen Film. Erstaunlich, wo er doch schon so lange sitzen musste. Letztendlich dauerte die Heimfahrt etwa doppelt so lang, wie die Hinfahrt.

Als wir gegen 18.00 endlich zuhause ankamen, waren wir beide ganz schön müde. Aber auch froh, dass wir einen schönen Tag hatten.

Und ich stelle fest, dass er schon so groß geworden ist und dass man mit ihm inzwischen schon viele Dinge unternehmen kann, an die vor kurzem noch nicht zu denken war. Mein großer Junge!

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11 Monate

Der letzte Babymonat ist nun angebrochen. Schon bald ist unser kleines Mädchen ein Jahr alt. Unglaublich!

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Es tut sich gerade einiges bei ihr. Vielleicht ist ihr Schlaf deswegen im Eimer? Eigentlich ist es schon seit unserem Urlaub extrem schwierig. Hat sie vorher immer durchgeschlafen, ist nun genau das Gegenteil der Fall. Sie schläft schlecht ein und meistens wird sie schon nach etwa 40 Minuten wieder schreiend wach. Manchmal sogar noch früher. So wird sie auf dem Arm wieder in den Schlaf geschaukelt und dann gaaaanz vorsichtig weggelegt und noch vorsichtiger schleichen wir uns dann aus dem Zimmer. Und damit ist es meistens nicht getan. Oft dauert es keine 5 Minuten, bis sie merkt, dass sie wieder allein ist. Also, es ist gerade echt schwierig.

Mittags hingegen ist es gar kein Problem. Sie schläft inzwischen sogar allein ein und schlummert dann ihre 1 1/2 Stunden.

Den Abendbrei lehnte sie vor etwa zwei Wochen vehement ab, so dass es seitdem ein Butterbrot mit Kräuterfrischkäse oder Leberwurst und einen Joghurt gibt. Vor ein paar Tagen musste dann auch die morgendliche Milchflasche dran glauben. Statt der üblichen 60 ml trank sie meist nur noch 10 ml, und schob die Flasche dann ablehnend weg. So hat es sich also ausgepulvert und ich habe nun auch schon alles weggeräumt, was dadurch überflüssig wurde.

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Sehr früh, wie ich finde. Aber wenn sie nicht mehr will, dann ist das wohl so. Statt dessen isst sie gern Knäckebrot, Brötchen, Bananen, natürlich Kekse, Birnen, Joghurt, Quetschies und vieles mehr, starrt gierig und ungeduldig auf alles, was wir essen. Die größte Freude ist es jedoch immer noch, wenn sie die Käsepackung sieht!

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Seit zwei Monaten krabbelt sie nun und zieht sich an allem hoch. Seitdem räumt sie wirklich alles aus, was nicht sicher ist, spielt an meinen Blumen, fängt an zu klettern. Die Treppe klettert sie auch schon hoch, wenn wir sie lassen.

Sie gewöhnt sich langsam an Sand und Gras. Manchmal sitzt sie sogar richtig lange im Sandkasten und beschäftigt sich dort. Wenn sie an einem Teppich, einer Decke oder einem Kissen vorbeikommt, dann muss sie sich unbedingt drauflegen. Überhaupt kuschelt sie sehr gerne.

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Seit etwa zwei Wochen steht sie sogar frei. Immer wieder, immer öfter, immer länger, immer sicherer. Sie versucht auch manchmal schon aufzustehen, ohne sich an etwas hochzuziehen. Das gelingt aber noch nicht, doch der Versuch sieht sehr süß aus.

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Sie winkt immer noch mit der Handfläche nach innen, was wir total cool finden. Sie gibt High Five und seit einer Woche klatscht sie auch permanent in die Hände. Vor allem, wenn ich sie füttere, applaudiert sie mir pausenlos.

Mit ihrem Bruder spielt sie immer öfter zusammen. Die beiden lieben sich einfach, auch wenn er in letzter Zeit ein bisschen grob mit ihr umgeht. Er ist einfach zu wild. Vielleicht denkt er, jetzt wo die stehen kann, muss sie auch alles andere können. Es ist schwierig, ihn vom Gegenteil zu überzeugen. Doch sie schreckt das nicht wirklich ab.

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Ihr Wortschatz beschränkt sich nach wie vor auf „Mama“, „Papa“, „Ja“ und „Nein“. Ach so, „Da“ ist noch dazu gekommen. Das sagt sie jedes Mal, wenn sie mir etwas in die Hand gibt, oder mir ihren Schnuller (nassgesabbert) in den Mund stopft. Eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen.

Babyspielzeug ist übrigens mehr als out. Ich denke, ich werde schon einiges wegtun.

Und die Zähne? Lassen auf sich warten. Sie hat nach wie vor nur zwei davon.

Der 7. Entwicklungsschub ist nun auch überstanden, wobei ich die letzten paar Tage immer als die schwierigsten empfinde. Doch abgesehen vom 4. Schub, haben wir den Rest einigermaßen glimpflich überstanden. Bei meinem Sohn sah das damals viel extremer aus. Wir können uns daher nicht beschweren.

Meine kleine Pusteblume…bald ist sie ein Kleinkind. So klein und doch schon so groß.

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Irgendwie habe ich das Gefühl, beim zweiten Kind geht die Zeit schneller vorbei. Geht es Euch auch so?

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Notiz an mich: Der Kindergarten geht bald los!

Kaum zu glauben: In weniger als zwei Wochen ist mein Sohn ein richtiges Kindergartenkind. Zwei Wochen! Und die fliegen jetzt wahrscheinlich nur so an uns vorbei.

Ich denke, er wird mir sehr fehlen. Es wird ziemlich ruhig hier, auch wenn seine kleine Schwester inzwischen ebenfalls lautstark durch die Gegend zieht. Manchmal ist sie sogar lauter als er.

Aber wir waren nun über drei Jahre lang jeden Tag zusammen und nun gebe ich ihn in die Obhut von Fremden. Ich mache das, weil ich glaube und hoffe, dass es ihm gut tut, dass er dort Spaß haben wird, Freundschaften knüpft und Neues lernt.

Aber eigentlich würde ich ihn am liebsten festhalten. Ganz nah bei mir. Denn tief im Inneren bin ich doch eine Glucke. Ja, das bin ich wohl.

Woran ich persönlich mich auch gewöhnen muss: Weniger Schlaf. Jetzt kann ich nicht mehr bis halb acht im Bett liegen bleiben, oder sogar noch länger. Nein. Dann heißt es früh aufstehen, beide Kinder wecken, sich morgens abhetzen, damit er pünktlich um spätestens 08.30 dort ist.

Und dann? Es wird sich einiges ändern. Der Vormittag gehört dann seiner kleinen Schwester. Mehr getan bekomme ich dadurch jedoch wohl nicht, denn sie fordert mich zur Zeit schon sehr. Aber bestimmt bekomme ich endlich wieder mehr Bewegung. Denn nur mit ihr allein, kann ich auch wieder regelmäßig spazieren gehen.

Mal sehen, wie wir die Zeit verbringen, bis wir ihn um 12.15 wieder abholen können. Bestimmt fällt uns jede Menge ein. Doch es wird auch eine Umstellung. Für uns alle.

Wir alle müssen einen neuen Rhythmus finden. Und wir werden uns gegenseitig vermissen. Ich ihn wohl mehr, als er mich. Sicher braucht es eine Weile, bis wir uns daran gewöhnt haben.

Noch zwei Wochen, dann muss ich mein Baby hergeben, das schon längst kein Baby mehr ist. Hach…

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Shopping-Diät

Kennt Ihr das? Ihr kauft und kauft und kauft. Ihr seht ein süßes Shirt für Euer Kind und nehmt es mit, ohne nachzudenken. Ihr bringt bei jedem Einkauf eine Kleinigkeit zum Spielen für den Nachwuchs mit. Und wenn es nur ein Überraschungsei ist, oder dergleichen. Hier ein neuer Nagellack für Mama, da ein neuer Lippenstift. Der zwanzigste. Mindestens.

Muss das sein? Nein. Eigentlich nicht. All diese Dinge haben keine Notwendigkeit, wenn alles bereits im Überfluss vorhanden ist. Aber es macht so viel Spaß. Und deswegen macht man es immer wieder. Man nimmt es einfach mit. Hier ein paar Euro, da ein paar Euro. Ist doch nichts dabei.

So schwindet das Haushaltsgeld langsam, aber stetig. Und irgendwann fragt man sich: Wo geht eigentlich das ganze Geld immer hin?

Und deswegen ist jetzt Schluss! Shopping-Stop für einen Monat!

Das bedeutet, dass wir diesen Monat nur das Einkaufen wollen, was wir tatsächlich brauchen. Lebensmittel, Hygieneartikel, Babynahrung, Windeln.

Keine Kleidung, weder für die Kinder, noch für uns. Kein Spielzeug. Keinen Nagellack. Keine Schminke. Kein Klimbim.

Das bedeutet für mich vor allen Dingen, im Drogeriemarkt im Eiltempo an den Kosmetik- und Spielzeugregalen vorbeizulaufen. Am besten noch mit geschlossenen Augen. Ebenso werden die Nonfood-Körbe im Discounter ignoriert, so verlockend sie auch sind. E-Mails, die Sale und Rabatte ankündigen werden ungelesen gelöscht. Prospekte landen sofort im Altpapier, damit keine Wünsche geweckt werden.

Gemieden wird auch die Pommesbude, der Pizzaservice und die Eisdiele. (Zumindest gilt das für uns Eltern. Unserem Sohn werden wir den Wunsch nach einem Eis nicht abschlagen.) Das schadet nämlich nicht nur unserem Portemonnaie, sondern auch unseren Diätplänen.

Gekauft wird einen Monat lang also nur, was auch wirklich notwendig ist. Für mich wird das besonders schwer, aber da ich selbst auf diese Idee kam, werde ich alles daran setzen, um die Shopping-Diät durchzuziehen.

Plan ist, herauszufinden, wie viel Geld wir wirklich monatlich für Lebensmittel und Co. ausgeben und ob wir auch dort noch Einsparungen machen könnten, indem wir zum Beispiel Markenartikel durch Eigenmarken ersetzen.

Wie dieser Plan funktioniert, das erfahrt Ihr dann, wenn der Monat rum ist.

Euch geht es oft genauso und Ihr kauft zu viele unnötige Dinge? Dann macht doch mit! Einen Monat Shopping-Diät!

 

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Flashback

In den letzten Wochen kamen so unglaublich viele Erinnerungen zurück. Erinnerungen an die Zeit, in der mein Sohn noch ganz klein war. So klein, wie seine Schwester es jetzt ist.

Seit sie vor etwa zwei Monaten mit dem Krabbeln angefangen hat, ist nichts mehr sicher. Viele Dinge erleben wir nun zum zweiten, und zeitgleich doch zum ersten Mal. Wir schauen ihr zu, bei all dem was sie jetzt gerade lernt. So viel neues, so viel auf einmal.

Doch alles was neu ist, ist zugleich auch alt, erinnert es uns doch an all das, was wir schon einmal erlebt haben. Mit unserem Sohn. Denn so unterschiedlich sie auch sind, so ähnlich sind sie sich doch auch.

Vieles hatten wir längst vergessen, aber es schlummerte noch im Hinterkopf und taucht jetzt wieder auf. Und darüber freue ich mich sehr, denn es sind so schöne Erinnerungen.

Bei beiden Kindern hätten wir gleichermaßen platzen können vor Stolz, als sie den Dreh mit dem Krabbeln raus hatten. Bei meinem Sohn war das bereits mit 7 Monaten, bei der Kleinen mit genau 9 Monaten.

Plötzlich sind begehrte Ziele erreichbar für sie geworden. Noch spannender wurde die Zwergenwelt, als plötzlich nicht mehr nur alles von unten betrachtet werden konnte. Wenn man auf einmal – noch ziemlich wackelig – auf seinen eigenen kleinen Füßchen stehen kann und das Leben eine völlig neue Perspektive bekommt, ist das schon ziemlich aufregend. Für die Kleinen ebenso wie für uns als Eltern.

So fiel mir wieder ein, wie sehr mein Sohn damals die Stapelbecher liebte. Ich konnte den Turm gar nicht so schnell aufbauen, wie er wieder zur Stelle war, um ihn umzuwerfen. Deshalb kramte ich die Becher wieder hervor. Und die Kleine? Schmiss ihn genau ein Mal um. Seitdem baut sie den Turm Becher für Becher wieder ab. Wesentlich bedächtiger als er.

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Sie krabbelt auch ständig unter den Glastisch und versucht, von unten die Dinge zu greifen, die oben auf dem Tisch liegen. Und dann wird sie immer sauer, weil sie an die Sachen nicht rankommt. Und bei meinem Sohn war es damals ganz genauso.

Wo sie aber dran kam, waren die Zeitungen, die auf der kleinen Platte unter dem Tisch lagen. Eines Morgens – ich wuselte gerade in der Küche – wurde es im Wohnzimmer auf einmal ganz still. Als ich um die Ecke schaute, war die Zeitung schon zerfetzt und die Hälfte davon aufgegessen. Seitdem liegen die Zeitungen außer Reichweite. Und ich erinnerte mich wieder daran, wie sehr mein Sohn ebenfalls es liebte, Zeitungen zu zerfetzen. Nur, dass er sie nicht gegessen hat.

Überhaupt hat er fast gar nichts in den Mund gesteckt, er hat lieber ausgetestet, was man sonst so mit den Dingen anfangen könnte, während sie immer etwas im Mund hat.

Eine große Vorliebe von beiden ist, bzw. war es jedoch, sich Essen in die Haare zu schmieren. Bei ihm war es bevorzugt die Marmelade von seinem Brot, bei ihr ist es bis jetzt noch der Brei.

Ach so, und wenn es plötzlich sehr laut wird im Wohnzimmer, dann hat das Tochterkind wieder mal die Anlage angeschaltet und so richtig aufgedreht. Und auch das machte mein Sohn immer – und sobald die Musik erschallte, fing er an, mit den Hüften zu schwingen.

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Zu meinem großen Bedauern weiß ich nicht mehr, wann mein Sohn seine ersten Worte gesprochen hat. Was ich aber weiß: Sein erstes Wort war „Papa“, danach kam „Nein“ und erst dann „Mama“!

Sie hingegen lernte zuerst „Mama“ und dann „Papa“. Nein heißt bei ihr noch „Naaaa, naaaa“ und sie sagt es oft, wenn ich ihr zum Beispiel den Löffel hinhalte und sie keinen Hunger mehr hat und dreht den Kopf weg, um ihre Aussage zu bekräftigen. Sie weiß also schon, wann sie dieses Wort einsetzen muss. Was bei „Ja“ noch nicht der Fall ist. Trotzdem sagt sie es regelmäßig.

Papa ist übrigens für beide der Held. Beide woll(t)en immer sofort auf seinen Arm, sobald er den Raum betritt. Er wollte immer hoch, damit er eine bessere Aussicht hatte, sie wiederum möchte lieber kuscheln. Worin sie total verschieden sind. Kuscheln wollte der Wildfang nie, immer nur toben und turnen. Sie hingegen unterbricht immer wieder ihr Spiel und kommt vorbeigekrabbelt, um sich an mich zu kuscheln. Ob das so bleibt? Ich liebe es so sehr! Inzwischen kommt der Große aber auch gern zum Kuscheln. Endlich!

Unsere beiden – sie sind so unterschiedlich, und dennoch sind sie sich so ähnlich.

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Es ist schön, all das noch einmal erleben und beobachten zu dürfen, vor allem weil wir uns bewusst sind, dass es gleichzeitig auch zum letzten Mal sein wird. Deshalb halten wir diese Erinnerungen fest. Die Zeit geht so schnell vorbei.